Mother Goose von Jethro Tull Songtext Bedeutung – Unraveling the Complex Tapestry of Folklore und Reality

Bin zum Badeteich hinuntergegangen, um etwas Sonne zu tanken
Sah mindestens hundert Schulmädchen in Taschentücher schluchzen, als eine
Ich glaube nicht, dass sie wussten, dass ich ein Schuljunge war

Und eine bärtige Dame sagte zu mir
Wenn du anfängst zu toben und dich schlecht zu benehmen
Das wird dir Leid tun
Dann kam der Hühnerzüchter zum Spielen
Mit seinem langen roten Bart und dem seltsamen Gesicht seiner Schwester fährt sie einen LKW

Am Putting Green ausgelacht
Ich habe sie in ihre Löcher gesteckt
Vierundzwanzig Arbeiter arbeiteten
Und ihr Gold ausgraben
Ich glaube nicht, dass sie wussten, dass ich Long John Silver war

Sah Johnny Scarecrow seine Runden in seinem pechschwarzen Mac drehen
Die er nicht zurückgeben wird
Habe es einem Schneemann gestohlen

Als ich an der Hampstead Fair vorbeiging
Ich stieß auf Mutter Gans
Also ließ ich sie los
Aber sie schrie

Bin zum Badeteich hinuntergegangen, um etwas Sonne zu tanken
Mindestens hundert Schulmädchen mussten in ihre Taschentücher schluchzen, als eine
Ich glaube nicht, dass sie wussten, dass ich ein Schuljunge war

Vollständiger Songtext

Jethro Tulls „Mother Goose“ ist eine komplexe, skurrile Reise, die die Grenzen zwischen Folklore und britischer Alltagsrealität verschwimmen lässt. Ian Anderson, der Flötist und Sänger der Band, spinnt meisterhaft eine Geschichte surrealer Begegnungen und seltsamer Schauspiele, die alle vor dem Hintergrund eines scheinbar banalen Ortes stattfinden: Hampstead Heath.

Obwohl es auf den ersten Blick wie ein verspielter Kinderreim wirkt, dringt „Mother Goose“ tiefer in das Bewusstsein eines sich verändernden Großbritanniens ein und berührt Themen wie Identität, den Zusammenbruch gesellschaftlicher Normen und die Launenhaftigkeit der menschlichen Natur. Lassen wir die üblichen Rock’n’Roll-Klischees beiseite und lassen wir das kaleidoskopische Gewebe erkennen, das Tull webt.

Im Mittelpunkt von „Mother Goose“ steht eine Kavalkade von Charakteren, von denen jeder mit seinen Eigenheiten einen breiteren Strich auf die Leinwand der Realität malt. Der ausländische Student, der die Absurdität von „Elefanten und Löwen“ am Piccadilly Circus in Frage stellt, stellt den Zusammenprall zwischen Erwartung und Realität dar, ein Kommentar zum Exotismus der britischen Kultur aus der Sicht von außen.

Die Begegnung mit der „bärtigen Dame“ und dem „Hühnerliebhaber“ wirft die Normalität über Bord und präsentiert ein Tableau, in dem das Bizarre zur Norm wird und die Zuhörer aufgefordert werden, das Chaos anzunehmen, ganz ähnlich wie die Hippie-Gegenkultur der Zeit es wagte, sich den konventionellen Erwartungen zu widersetzen.

Die Seltsamkeit des Britischen

Man kann den sehr britischen Hintergrund der Erzählung des Liedes nicht übersehen. Die Verweise auf einen „Badeteich“ und „Schulmädchen“ rufen ein starkes Gefühl für den Ort hervor und deuten an, dass unsere Vorstellungen, wie weit hergeholt sie auch sein mögen, immer in den eigentümlichen Besonderheiten des englischen Lebens verwurzelt sind.

Vor diesem Hintergrund fungieren Ian Andersons Beobachtungen als Spiegel der Eigenheiten der britischen Gesellschaft und fangen die Essenz einer Ära ein, die voller Veränderungen, voller Farbe und immer ein wenig exzentrisch war.

Das Rätsel lösen: Die verborgene Bedeutung des Liedes

Unter den Schichten von Karikatur und Absurdität fängt „Mother Goose“ das Gefühl ein, ein Außenseiter zu sein – eine Welt zu beobachten, zu der man gehört, von der man aber irgendwie getrennt ist. Die immer wiederkehrende Zeile „Ich glaube nicht, dass sie wussten, dass ich ein Schuljunge war“ spricht von der Anonymität, die der Erzähler inmitten des Chaos findet, und ermöglicht eine Freiheit, die aus der Annahme der Unwissenheit anderer erwächst.

Darüber hinaus kann das Lied als Metapher für den Verlust der Unschuld und die harte Konfrontation mit den Grenzen der Realität gesehen werden. Einen Schneemann zu stehlen, Mutter Gans freizulassen und sich schlecht zu benehmen, all das erinnert an eine kindliche Rebellion gegen die bevorstehende Verantwortung der Erwachsenengesellschaft.

Lyrische Labyrinthe: Einprägsame Zeilen, die faszinieren

Sätze wie „Also habe ich sie losgelassen“ und „Ich habe es einem Schneemann gestohlen“ sind nicht nur surreale Bilder; sie symbolisieren Freiheit und Diebstahl in einer Welt, die selbst vergänglich und flüchtig ist. Ähnlich wie die Geschichten von Mother Goose sind die Zeilen von Dauer, kitzeln die Fantasie des Zuhörers und schwingen mit einer Symbolik mit, die sowohl zeitlos als auch aktuell ist.

Ian Andersons Verweise auf Long John Silver und Johnny Scarecrow, Figuren aus Literatur und Kinderreimen, tauchen das Lied noch tiefer in das Tintenfass der Folklore und suggerieren vielleicht, dass unsere echten und imaginären Helden alle Teil desselben Märchenbuchs des Lebens sind.

Der Inbegriff der Skurrilität: Warum „Mother Goose“ heraussticht

Im Patchwork der vielfältigen Diskographie von Jethro Tull ist „Mother Goose“ einzigartig, frei vom üblichen Progressive-Rock-Sound der Band oder den flötengetriebenen Folk-Elementen. Dieses Lied ist Geschichtenerzählen in seiner reinsten Form – verpackt in Melodie, Rhythmus und dem Charme akustischer Klänge.

Es ist diese exzentrische Erzählung, begleitet von der unverkennbar Tull-artigen Instrumentierung, die das Lied zu einem unsterblichen Folk-Rock-Stück in einer Zeit macht, in der verstärkte Verzerrung die Norm war. „Mother Goose“ nimmt seine Eigenart an, und darin liegt seine Einprägsamkeit – eine Melodie, die so merkwürdig und beständig ist wie die Kinderreime, die sie hervorruft.

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